The Space Between

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Kaum eine Technologie wird derzeit so brisant diskutiert wie die Entwicklungsschübe der Künstlichen Intelligenz. Selbstfahrende Autos, intelligente Roboter und Optimierungsalgorithmen werden unser soziales Leben, unsere Gemeinschaft und unsere Umwelt in Zukunft maßgeblich verändern. Oft werden diese Debatten von einer Angst vor Kontrollverlust oder der drohenden Überlegenheit einer posthumanen Intelligenz begleitet. Dabei ist KI längst keine unbekannte »BlackBox« mehr, sondern Teil der kulturellen Praxis unserer Gesellschaft: 34 Millionen Menschen in Deutschland spielen Computerspiele und stehen damit tagtäglich in Interaktion mit KI-basierten Systemen. Sie bewegen sich durch virtuelle Welten, begegnen selbstfahrenden Autos und kooperieren mit smarten sogenannten »secondary characters«. Computerspiele eröffnen damit einen bislang unerforschten »sozio-intelligenten« Raum, dem sich die Tagung the space between widmen will.

Wie können wir die interrelationalen Beziehungen zwischen Menschen und KI-Systemen in Computerspielen beschreiben? Welche Performanzen, Handlungen und Interaktionen zwischen User und KI lassen sich beobachten? Welche Vorstellung von Intelligenz brauchen wir angesichts dieser Wechselbeziehungen? Welche Rolle spielt das Zufällige und Unbestimmte?

Auf einer eigens entwickelten Website versammelt das VW-geförderte Projekt Mind the Game Positionen von Künstler*innen, Aktivist*innen und Forscher*innen aus Philosophie, Informatik, Medienund Sozialwissenschaften und verwandten Disziplinen, um die konzeptuelle Dimension der künstlichen Intelligenz in Spielen zu reflektieren. In aufgezeichneten Talks, Vorträgen, Performances und Online-Installationen erkunden sie das dialogische Potenzial zwischen Mensch und KI-Akteur*innen und werfen Fragen nach Macht, Kontrolle und ästhetischen Strukturen des Zusammenspiels auf.

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